Was dein Pferd wirklich braucht: Die Basis der Rationsberechnung

Was dein Pferd wirklich braucht: Die Basis der Rationsberechnung

Die Fütterung deines Pferdes sollte nicht dem Zufall überlassen werden

Eine bedarfsgerechte Ration ist der Schlüssel zu Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Doch was braucht dein Pferd wirklich und wie kannst du seine Fütterung optimal gestalten? In diesem Beitrag erfährst du die Grundlagen der Rationsberechnung und worauf du achten solltest.

Die Grundbedürfnisse deines Pferdes

Pferde sind von Natur aus Dauerfresser und darauf ausgelegt, über den Tag verteilt kleine Mengen rohfaserreicher Nahrung aufzunehmen. Die wichtigsten Bausteine für eine ausgewogene Fütterung sind:

  • ✔ Energie (z. B. aus Heu, Gras, Getreide, Ölen)
  • ✔ Rohfaser (der größte Anteil der Ration sollte Raufutter sein)
  • ✔ Hochwertige Proteine (essenziell für Muskelerhalt und -aufbau)
  • ✔ Mineralstoffe (Kalzium, Phosphor, Magnesium u. v. m.)
  • ✔ Vitamine (z. B. Vitamin A, D, E und B-Vitamine)
  • ✔ Essenzielle Aminosäuren (Lysin, Threonin, Methionin, Tryptophan, …)
  • ✔ Wasser (das wichtigste „Nahrungsmittel“ für jedes Pferd!)

Die Basis der Rationsberechnung

1. Das Körpergewicht deines Pferdes bestimmen

Die tägliche Futtermenge hängt stark vom Gewicht deines Pferdes ab. Falls du keine Waage zur Verfügung hast, kannst du das Gewicht mit dem speziellen Carevallo-Maßband berechnen.

Du brauchst eine Anleitung? Kein Problem! Hier siehst du, wie es geht.

Nun vergleiche das aktuelle Körpergewicht deines Pferdes mit seinem Idealgewicht. Sollte dein Pferd zu- oder abnehmen müssen, muss das in der Erstellung der Futterration berücksichtigt werden.

Du kennst das Idealgewicht deines Pferdes nicht? Im Rahmen unserer Futterberatung plus Ernährungsplan berechnen wir das Idealgewicht für dein Pferd und beraten dich, wie du dieses erreichen kannst.

2. Der Erhaltungsbedarf an Energie und Nährstoffen

Je nach Rasse, Haltung und Bewegung benötigt ein Pferd eine bestimmte Menge Energie, um seinen Grundbedarf zu decken. Dieser setzt sich zusammen aus:

  • ✔ Grundumsatz (Energiebedarf in Ruhe)
  • ✔ Leistungsumsatz (Arbeit, Trächtigkeit, Laktation, Wachstum)

Ein Freizeitpferd hat einen anderen Energiebedarf als ein Sportpferd – dies muss in der Rationsberechnung berücksichtigt werden.

Die Grundlage jeder bedarfsgerechten Ration ist die genaue Einschätzung des individuellen Nährstoffbedarfs deines Pferdes. Dieser richtet sich nicht nur nach dem Körpergewicht, sondern auch nach Faktoren wie Alter, Haltungsbedingungen, Arbeitsleistung, Gesundheitszustand und Zuchtstatus. Als Orientierung dienen anerkannte Referenzwerte, etwa die Empfehlungen der GfE (Gesellschaft für Ernährungsphysiologie) und Studien, Fachliteratur zur Ermittlung des Nährstoffbedarfs. Dabei wird der Bedarf an Energie, Rohfaser, verdaulichem Rohprotein, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren und Vitaminen präzise berechnet.

Wichtig: Diese Werte sind Richtlinien – die tatsächliche Versorgung muss immer im Zusammenspiel mit der analysierten Futtergrundlage (Heu, Silage etc.) und dem individuellen Stoffwechsel des Pferdes betrachtet werden.

3. Heu als Grundlage

Gutes Heu bildet die Basis jeder Ration. Es sollte mindestens 1,5–2 % des Körpergewichts pro Tag gefüttert werden. Das bedeutet:

  • ✔ Ein 600 kg schweres Warmblut benötigt 9–12 kg Heu täglich.
  • ✔ Ponys und leichtfuttrige Rassen sind wahre Verwertungskünstler und kommen mit weniger Raufutter aus.

4. Kraftfutter und Ergänzungen gezielt einsetzen

Nicht jedes Pferd braucht Kraftfutter! Hafer, Gerste (nur thermisch aufgeschlossen füttern) oder Mais (nur thermisch aufgeschlossen füttern) können zusätzliche Energie liefern, sollten aber nur eingesetzt werden, wenn der Mehrbedarf nicht durch Heu oder anderes Raufutter gedeckt werden kann.

Wichtig: Die Zufuhr von Mineralstoffen und Vitaminen muss auf die individuelle Ration abgestimmt sein.

Blutuntersuchungen können zwar Hinweise liefern, allerdings sind Mängel im Blutbild oft erst erkennbar, wenn bereits ein deutlicher Nährstoffmangel besteht. Viel entscheidender ist es, das eigene Pferd aufmerksam zu beobachten – Veränderungen im Verhalten, Fellbild, der Leistungsbereitschaft oder im Pferdemist können frühzeitig auf eine unausgewogene Fütterung hinweisen. Deshalb sollte man nicht erst reagieren, wenn ein Mangel sichtbar oder im Blut messbar ist. Vorbeugend und bedarfsgerecht zu füttern ist der Schlüssel, um Nährstoffdefiziten, Folgeerkrankungen oder auch einer Überversorgung gezielt vorzubeugen.

Die Rolle der Futterberatung

Die professionelle Futterberatung von Carevallo unterstützt dich dabei, eine auf die individuellen Bedürfnisse deines Pferdes abgestimmte Futtermischung zu erstellen. Sie umfasst:

  • ✅ Analyse der aktuellen Fütterung – Überprüfung der bestehenden Futterrationen und Identifizierung von Optimierungspotentialen.
  • ✅ Erstellung eines individuellen Futterplans – Basierend auf Faktoren wie Alter, Gewicht, Aktivitätsniveau und Gesundheitszustand. Im Carevallo Pferdeprofil kannst du ganz einfach alle relevanten Informationen angeben – so kann sichergestellt werden, dass Empfehlung wirklich fundiert und exakt auf die Bedürfnisse deines Pferdes abgestimmt werden. Das Pferdeprofil ist kostenlos und unverbindlich. Hier kommst du zum Pferdeprofil.
  • ✅ Beratung zur Futterqualität – Empfehlungen zur Auswahl hochwertiger Futtermittel und deren Verdaulichkeit.
  • ✅ Kontinuierliche Anpassung – Regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Fütterungsstrategie entsprechend der Entwicklung deines Pferdes.

Eine maßgeschneiderte Fütterung trägt dazu bei, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit deines Pferdes zu optimieren. Bei Carevallo erhältst du obendrauf eine individuell für dein Pferd zusammengestellte Rezeptur, die in unserer Manufaktur in Tirol mit höchsten Qualitätsstandards gefertigt wird – und das bequem direkt zu dir nach Hause geliefert. So profitierst du nicht nur von einer fundierten Futterberatung, sondern auch von einem Komplettpaket, das weit über das Übliche hinausgeht. Überzeuge dich selbst – die zahlreichen positiven Kundenbewertungen sprechen für sich.

Lies hier was andere Pferdebesitzerinnen über ihre Erfahrungen mit Carevallo erzählen.

Fazit: Weniger ist oft mehr!

Eine gesunde Pferdefütterung basiert auf hochwertigem Raufutter und einer bedarfsgerechten Ergänzung. Weniger Kraftfutter und mehr Strukturfütterung sind dabei oft der Schlüssel zu einem gesunden Verdauungssystem und einem rundum zufriedenen Pferd. Achte dabei stets auf die individuellen Bedürfnisse deines Pferdes und überprüfe die Ration regelmäßig – denn der Bedarf kann sich je nach Alter, Trainingszustand, Haltungsform oder Jahreszeit verändern. Besonders wichtig ist zudem die gezielte Versorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen: Selbst bei bester Heuqualität können essenzielle Mikronährstoffe wie Zink, Selen oder Vitamin E im Grundfutter fehlen. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen und den Organismus deines Pferdes optimal zu unterstützen, ist eine fachgerechte Ergänzung unerlässlich.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die wichtigsten Bausteine einer ausgewogenen Pferdefütterung?

Die wichtigsten Bausteine sind Energie (z. B. aus Heu, Gras, Getreide, Ölen), Rohfaser, hochwertige Proteine, Mineralstoffe (Kalzium, Phosphor, Magnesium u. v. m.), Vitamine (z. B. Vitamin A, D, E und B-Vitamine), essenzielle Aminosäuren (Lysin, Threonin, Methionin, Tryptophan, …) und Wasser als wichtigstes „Nahrungsmittel“.

Wie finde ich das Körpergewicht meines Pferdes heraus?

Falls keine Waage zur Verfügung steht, lässt sich das Gewicht mit dem Carevallo-Maßband bestimmen. Anschließend vergleichst du das aktuelle Gewicht mit dem Idealgewicht deines Pferdes – die Carevallo-Futterberatung plus Ernährungsplan berechnet dieses Idealgewicht ebenfalls.

Wovon hängt der Erhaltungsbedarf meines Pferdes ab?

Er hängt von Rasse, Haltung und Bewegung ab und setzt sich aus Grundumsatz (Energiebedarf in Ruhe) und Leistungsumsatz (Arbeit, Trächtigkeit, Laktation, Wachstum) zusammen. Ein Freizeitpferd hat dabei einen anderen Energiebedarf als ein Sportpferd. Als Orientierung dienen anerkannte Referenzwerte wie die Empfehlungen der GfE.

Wie viel Heu braucht ein Pferd täglich?

Gutes Heu sollte mindestens 1,5–2 % des Körpergewichts pro Tag ausmachen. Ein 600 kg schweres Warmblut benötigt demnach 9–12 kg Heu täglich, Ponys und leichtfuttrige Rassen kommen mit weniger Raufutter aus.

Braucht jedes Pferd Kraftfutter?

Nein. Kraftfutter wie Hafer, Gerste oder Mais (jeweils nur thermisch aufgeschlossen füttern) sollte nur eingesetzt werden, wenn der Mehrbedarf nicht bereits durch Heu oder anderes Raufutter gedeckt werden kann.

Wie erkenne ich, ob mein Pferd einen Nährstoffmangel hat?

Blutuntersuchungen können Hinweise liefern, zeigen Mängel aber oft erst, wenn bereits ein deutlicher Nährstoffmangel besteht. Entscheidender ist die aufmerksame Beobachtung von Verhalten, Fellbild, Leistungsbereitschaft und Pferdemist, um frühzeitig auf eine unausgewogene Fütterung reagieren zu können.

Jedes Pferd ist einzigartig – und seine Futterration sollte es auch sein.

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Quelle: Go4vet Beitrag "Futterberatung"